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Mitgliederversammlung und Kreishegeschau

12.4.26

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Jagdklubs fand wie schon in den vergangenen Jahren in der Südhessenhalle von Birkenau-Reisen statt. Am Samstag, dem 28. März, begrüßte die Birkenauer Bläsergruppe um  17:00h die Anwesenden. Der Vorsitzende des Jagdklubs, Prof. Joachim Kilian, dankte den Gastgebern für den festlichen Empfang und die reibungslose Vorbereitung der Veranstaltung. Anschließend lobte er die Bergsträßer Jägerinnen und Jäger für die geleistete Arbeit, insbesondere auch bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Sein Stellvertreter, Christian Hirsch, informierte über die neue hessische Jagdordnung, die den Jägern deutlich mehr Freiheiten gewähre – was natürlich auch zusätzliche Verantwortung mit sich bringe.
Anschließend trug der Geschäftsführer des Jagdklubs, Roland Lulay, den Jahresbericht vor. Die Spartenleiter (Timo Hess: Jagdhornbläser, Sven Hirth: Jagdhunde, Gerhard Held: Schießwesen) berichteten aus Ihren jeweiligen Bereichen. Darüber hinaus informierten Oliver Blüm über die Jagdschule und die Jägerprüfung 2025 sowie Knut Sauerbier über die Arbeit des Landschaftspflegeverbandes. Der Kassenbericht von Marc Brunnengräber wurde einstimmig angenommen und der gesamte Vorstand entlastet. Ungeteilte Zustimmung fand auch das geplante Budget für die Jubiläumsfeier im August.
Feierlich wurde es, als Joachim Kilian die beiden langjährigen und verdienten Mitglieder Heinz Pfeifer und Wolfgang Schwab nach einstimmigem Votum der Anwesenden zu Ehrenmitgliedern ernannte. Und noch einmal wurde geehrt: Die Gewinner des letztjährigen Fotowettbewerbs für Instagram, Wolfgang Schwab, Thomas Gebhardt und Emanuel Weizer durften ihre Preise entgegennehmen.
Den Abschluss des Tages bildete ein Fachvortrag über die „Zukunft der Jagd in einer modernen Gesellschaft“. Prof. Dr. Beutelmeyer war dafür auf Einladung des Jagdklubs extra aus Linz angereist, wo er ein Marktforschungsinstitut leitet. Selbst Jäger, stellte er eine Studie zum Image der Jägerinnen und Jäger in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten vor und referierte auch über das veränderte Selbstverständnis der Jagdausübenden. Die Präsentation liegt zum Download bereit.
Am nächsten Tag trafen sich Mitglieder und Freunde des Jagdklubs sowie geladene Gäste trotz Zeitumstellung pünktlich um 10:00h zur Kreishegeschau. Prof. Joachim Kilian begrüßte namentlich den Bürgermeister von Birkenau, Milan Mapplassary, den Vertreter des Wahlkreises Bergstraße im Bundestag, Dr. Michael Meister, die Vertreterin des Wahlkreises Bergstraße II im Hessischen Landtag, Frau Heitland, den zuständigen Dezernenten des Kreises Bergstraße, Matthias Schimpf, sowie den Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft Birkenau, Helmut Morr.

In Ihren Grußworten dankten die genannten Gäste dem Jagdklub für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und würdigten die Leistungen der Jägerschaft im Dienste des Naturschutzes. Besonders hoben sie den unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest hervor. Dieses Thema griff auch der Leiter des zuständigen Veterinäramtes, Thomas Faßbender auf: Jäger und Kreis hätten bei der Seuchenbekämpfung beispielhaft zusammengearbeitet, gerade auch bei schwierigen und kontroversen Themen wie der Kadaversuche und dem Wildschadensersatz. Trotz bemerkenswerter Erfolge sei der Kampf gegen die ASP aber noch nicht gewonnen. Jetzt komme es darauf an, in den gemeinsamen Bemühungen nicht nachzulassen und die Seuche in Südhessen tatsächlich auszurotten. Mit dieser Mahnung übergab er das Mikrofon an Alexandra Radies, im Kreis Abteilungsleiterin für Ordnungs- und Gewerbewesen. Diese knüpfte an das Gesagte an und bat eindringlich, Schäden an der Umzäunung der ASP-Gebiete zu melden. Sie warb auch für die Plattform Waffen-Digital des Landes Hessen und verwies auf die neue Jagdverordnung. Diese stelle nun rechtssicher klar, wie mit Waschbären zu verfahren sei, die in befriedeten Bezirken gefangen wurden.
Im Anschluss an die externen Redner berichtete der Kreisjagberater des Jagdklubs, Rolf Burkhardt, über das zurückliegende Jagdjahr. Die Auswertung der Streckenlisten für Rot- und Rehwild offenbarte Licht und Schatten: Während die Vorgaben für den Gesamtabschuss bei beiden Wildarten nahezu erfüllt wurden, zeigte sich bei den weiblichen Stücken jeweils ein deutliches Defizit. Diese sind als Zuwachsträger maßgeblich für die langfristige Entwicklung der Population. Bei Schwarzwild kamen dank intensiver Bejagung über 2.000 Tiere zur Strecke, von denen aufgrund der Seuchenlage aber nur ein Viertel verwertet werden konnte. Unter den übrigen Wildarten gewannen invasive Arten wie Waschbär und Nutria an Bedeutung.
Zu guter Letzt verkündete Rolf Burkhardt noch die Preisträger für die stärksten Trophäen des vergangenen Jagdjahrs. Die offizielle Kreishegeschau schloss mit Totsignalen, welche der Bläserverein Birkenau und die Jagdhornbläser des Jagdklubs gemeinsam vortrugen.
Damit war die Veranstaltung aber noch nicht zu Ende. Prof. Joachim Kilian lud zum gemeinsamen Mittagessen ein, das der Kerbeverein Birkenau bereitstellte. Dabei warb Kilian nochmals für die diversen Jubiläumsveranstaltungen des Jagdklubs anlässlich seines 80-jährigen Bestehens:
Am 07. Mai 2026, präsentiert sich der Jagdklub von 17:00h bis 20:00h in der Parkanlage Graben in Heppenheim.
Am 15. August folgt ein Festkommers für Mitglieder und Angehörige auf dem Gelände der Gaststätte „Zum Steigkopf“ in Heppenheim-Kirschhausen.
Tags darauf, am 16. August, lädt der Jagdklub am gleichen Ort die Öffentlichkeit zu seinem Jägerfest ein. Dort wartet ein vielfältiges Rahmenprogramm rund um Jagd, Forst und Natur.
Nach dem Essen spielten die Jagdhornbläser ein letztes Mal auf, während sich die verbliebenen Besucher an den aufgestellten Ständen über Jagdwaffen, Wildtierpräparate, Jagdhunde und die Ausrüstung von ASP-Teams informieren konnten.

 

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